„Moin, Moin“ – Apple-Store am Jungfernstieg geht auf die Zielgerade

Freitag, 2. September 2011

Apple eröffnet demnächst am Hamburger Jungfernstieg einen neuen Store. Mit dem Umbau hat man sich offenbar viel Mühe gegeben. Schon am 10. März berichteten wir darüber. Bislang hatte man die Baustelle hinter einer schlichten schwarzen Abdeckung verborgen. Dass der Bauherr Apple ist, war erst nach und nach bekannt geworden. Zwischenzeitlich hatten Spaßvögel sogar eines Morgens ein Windows-Logo an der Fassade angebracht.

 

Jetzt ist der schwarze „Vorhang“ gefallen. Es wird also ernst. Und nun gibt Apple sich auch zu erkennen. Die Fenster sind zwar noch mit knallroter Folie verkleidet, doch über dem Eingang prangt bereits unübersehbar das Logo und die Aufschrift „Apple Store Jungfernstieg“ läßt keinen Zweifel darüber, wer hier demnächst die Türen öffnet. In großen weißen Buchstaben steht „Moin, Moin“ auf der roten Folien-Abdeckung, die i-Tüpfelchen bilden dabei kleine Apple-Logos.

 

Im übrigen kann man bereits erkennen, dass die klassischen kanellierten Pfeiler in der Frontfassade zum Jungfernstieg erhalten geblieben sind. An der gewohnten Optik von Hamburgs wohl berühmtester Einkaufsstraße wird sich also nicht allzu viel ändern. Noch im September, so munkelt man, soll Eröffnung sein. Wann genau, bleibt einstweilen  geheimnisumwittert. Das gehört zum Apple-Kult, der auch bei solchen Gelegenheiten stets sorgsam gepflegt wird. Gerüchte wollen wissen, dass sich Samstag, der 10. September gut eigenen würde. Wahre Fans werden es sich nicht entgehen lassen, zu den Ersten zu gehören, die voller Begeisterung in die neuen Räume stürmen. Neu ist eben neu, auch wenn im Poppenbütteler Einkaufszentrum bereits ein sehr schicker Apple-Store vorhanden ist. Es wird vermutet, dass im Innern zwei Geschosse durch eine Glaswendeltreppe verbunden sind. Ein typisches Gestaltungsmerkmal, dass schon aus anderen Apple-Stores bekannt ist.

Bilder bereitgestellt von fototechnik.com

Hamburg wird damit die erste deutsche Stadt mit zwei Apple-Stores sein. Weitere Stores gibt es bereits in München, Dresden, Frankfurt und Oberhausen. In Augsburg und in Sulzbach sind zwei weitere Läden in Planung. Schade, dass Steve Jobs unlängst als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten ist. Sonst könnte man zumindest darauf hoffen, ihn bei so einer Gelegenheit mal live zu erleben. Viele Fans sind deswegen traurig, denn sie mögen ihn und verstanden ihn stets als Urvater der Visionen, die in den letzten Jahren bei Apple Wirklichkeit geworden sind.

 

Das herzhafte „Moin, moin!“ ist eigentlich ein typischer Gruß aus dem Flensburger Raum und auch Teilen Süddänemarks gebräuchlich. Dort ist nämlich immer „Moin“, ganz gleich, ob morgens, mittags, abends oder mitten in der Nacht. Das „Moin“ nach Hamburg zu importieren, scheint derzeit unter Werbe-Kreativen sehr angesagt zu sein. Am 25.8., also gerade mal vor einer Woche eröffnete das neue Höffner-Möbelhaus in Eidelstedt. Auch dort prangt übrigens das Logo in weiß auf rotem Untergrund. Zu diesem Anlaß gibt es einiges zu gewinnen, unter anderem ein Mini Cabrio. Für den, der beim Gewinnspiel die richtige Lösung weiß. Gefragt wird danach, womit das neue Haus die Kunden begrüßt. Die richtige Antwort lautet nicht etwa „Tach, Tach“, sondern, wir dürfen das hier einfach mal verraten, da es sowieso unübersehbar ist: „Moin, Moin“. Wer schnell ist, kann noch mitmachen. So viel zum Thema „Kreativität von Werbetreibenden“.

Das Ende eines guten Jobs

Freitag, 26. August 2011

Er war Boss der wohl wertvollsten Marke der Welt. Selten wird ein Unternehmen so sehr mit einer Person assoziiert. Steve Jobs war Apple und Apple war Steve Jobs. Jetzt hat er seinen Rücktritt erklärt. Lange war darüber spekuliert worden, doch der Zeitpunkt kam dann doch überraschend. Wie gut Steve Jobs seinen Job gemacht hat und wie wichtig seine Rolle als Visionär für das Unternehmen eingeschätzt wird, lässt sich direkt am Börsenkurs ablesen. Die Aktie verlor nach Bekanntgabe seines Rücktritts 6,3 Prozent. Das sind Welten. Im Gegenzug konnte Samsung, einer der wichtigsten Wettbewerber, sogar 2,5 Prozent zulegen.

 

Steve Jobs leiblicher Vater kam als Student aus Syrien in die USA. Die Eltern, beide noch im Studium, trauten sich die Erziehung nicht zu und gaben Steve zur Adoption frei. So wuchs er bei Clara und Paul Jobs, seinen Adoptiveltern auf. Erst spät erfuhr er, dass seine leiblichen Eltern später geheiratet haben und eine Tochter bekamen. Diese Schwester namens Mona Simpson wurde als Schriftstellerin sehr erfolgreich. Steve Jobs Laufbahn beruht nicht auf einer klassischen Berufsausbildung, sondern aus wachem Interesse und Experimentierfreude. Sein Studium brach er ab und besuchte gelegentlich Kurse verschiedener Fakultäten, die ihn interessierten. Seine EDV-Kenntnisse hat er sich selbst beigebracht, beispielsweise beim Programmieren von Atari-Spielen. Die außerordentliche Kombination aus visionärer Vorstellungskraft und Umsetzungsvermögen hat ihn schließlich reich gemacht. Jobs Privatvermögen wird auf umgerechnet 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Religiös orientiert er sich am Zen-Buddhismus.

 

Steve Jobs ist nicht nur eine charismatische Persönlichkeit. Er hat sogar zweimal bewiesen, dass er die Zukunft richtig deuten kann. Nachdem er das Unternehmen für einige Jahre verlassen hatte, kehrte er in den Neunziger Jahren, als Apple in der Krise steckte, zurück und steuerte mit schlafwandlerischer Sicherheit erneut an die Spitze. Als Schöpfer des iPhones und des iPads hatte er das richtige Gespür, um technische Möglichkeiten mit Zeitgeist und Design zu Spitzenprodukten zu vereinen. Die Idee, mobilen Geräten durch eine Fülle von Apps individuelle Anwendungen zu ermöglichen, die sich jeder nach Bedarf zusammenstellen kann, hat sich in Rekordgeschwindigkeit durchgesetzt. Apple ist Kult und Steve Jobs gehört untrennbar dazu.

 

Seit 1984 der erste Mac vorgestellt wurde, hat Apple der Branche immer wieder Wege gewiesen. Zu den wichtigsten Innovationen gehörte sicher die intuitive Bedienung mit der Maus, die den Umgang mit dem Computer vereinfachte und bald von allen Herstellern übernommen wurde. Zum Kult hat auch die Präsentation von Neuvorstellungen beigetragen. Jobs wusste sich stets gekonnt in Szene zu setzen. Bei seinen Auftritten waren Plätze im Auditorium so schwer zu kriegen, wie für Filmfreunde Eintrittskarten zur Oscar-Verleihung.

 

Diese Leistungen sind um so beachtlicher, da der 56-jährige immer wieder mit großen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. 2004 war er an Krebs erkrankt. 2009 wurde eine Lebertransplantation vorgenommen. Doch er kam immer wieder an Bord. Jetzt hat er entschieden, sich die Ruhe zu gönnen, die er ohnehin längst verdient hat. Nun übernimmt Tim Cook das Ruder. Er ist nicht unvorbereitet, denn er hat Jobs bei  Erkrankungspausen schon in der Vergangenheit vertreten. Jobs bleibt als Chef des Verwaltungsrates eng am Geschehen und kann ihm gegebenenfalls beratend zur Seite stehen. Er wird damit vom obersten Lenker zum obersten Controller. Auch seine Aufgaben im Disney-Aufsichtsrat, dessen größter Einzelaktionär er ist, nimmt Jobs weiterhin wahr.

HP trennt sich vom PC-Geschäft

Freitag, 19. August 2011

Hewlett-Packard gehört zu den ganz Großen. Der börsennotierte IT-Konzern aus dem kalifornischen Palo Alto ist omnipräsent. Es gibt kaum einen Haushalt, in dem nicht irgendwann einmal ein HP-Gerät zum Einsatz gekommen wäre. Kein Wunder, von HP gibt es fast alles, was man so braucht, angefangen beim PC selbst, über Notebooks, Netbooks, Tablets, Smartphones, Drucker, Scanner, Beamer, Kameras und vieles mehr. Wer möchte, kann sein gesamtes Office mit HP ausstatten.

 

Um so größer ist das Erstaunen, wenn der Riese jetzt mitteilt, er wolle sich von einem wichtigen, vielleicht sogar dem wichtigsten Teil seines Spektrums, dem PC-Geschäft, trennen. Der Chef Léo Apotheker, seit 2010 an der Spitze des Unternehmens, früher im Vorstand von SAP, hat sich zum Totalumbau des HP-Konzerns entschlossen.

 

In Zukunft soll es offenbar vermehrt in Richtung „Software“ gehen. Denn gleichzeitig wurde bekannt, dass HP die britische Firma „Autonomy“ für mehrere Milliarden Dollar übernehmen möchte, um sich auf die Herausforderungen des „Cloud Computing“ vorzubereiten, bei dem die Programme nicht mehr auf dem eigenen Rechner installiert sind, sondern online von einer Vielzahl von Nutzern bedarfsgerecht über einen Zentralrechner aufgerufen und eingebunden werden können. Die Produktion von Tablets und Smartphones soll eingestellt werden. Auf diesen Gebieten konnte HP sich gegenüber wichtigen Mitbewerbern nicht durchsetzen und sieht dafür wohl auch in Zukunft kaum reelle Chancen.

 

Die Nachfrage nach Hewlett-Packard PC’s hatte sich in den vergangenen Quartalen nicht wie erhofft entwickelt. Umsatz- und Gewinnprognosen mussten nach unten korrigiert werden. Das mag dazu beigetragen haben, dass man sich entschlossen hat, diese Sparte auszugliedern und zu veräußern. Dort, wo die derzeit stärksten Zuwächse zu verzeichnen sind, im Smartphone- und Tablet-Segment, hat sich HP gegenüber Apple nicht hinreichend behaupten können.

 

Schon IBM hatte sich vor sechs Jahren zu einem ähnlichen Schritt entschlossen, indem die PC-Sparte an den chinesischen Hersteller Lenovo veräußert worden war. Ein solcher Schritt ist immer auch ein großes kaufmännisches Risiko, denn er berührt den Kern der Marke. PC’s sind nicht irgendein kleiner Teilbereich, sondern waren über lange Abschnitte der Unternehmensgeschichte das Kerngeschäft. Folglich assoziiert der Käufer mit „HP“ vorwiegend Geräte und nicht Leistungen. „Tja damit schafft sich HP wohl selbst ab!“, kommentiert ein Autor im Golem-Forum.

 

An der Börse sieht man die neuen Pläne der Unternehmensführung offenbar mit einiger Skepsis. Klar, der Kurs der HP-Aktie ist, wie alle anderen in diesen Tagen, mächtig unter die Räder gekommen. Aber die Bekanntgabe des Strategiewechsels hatte weitere Rückschläge zur Folge. Mit dem bisherigen Geschäftsmodell wurde ja durchaus Geld verdient, nur eben nicht mit so hohen Wachstumsraten, wie es sich einige Analysten gewünscht hätten. Vielen Investoren wäre es vermutlich lieber gewesen, man hätte den „Dampfer“ im gewohnten Fahrwasser belassen, als sich auf eine so gravierende Umstrukturierung mit ungewissem Ausgang einzulassen.

Kino.to unter neuer Adresse wieder online

Mittwoch, 13. Juli 2011

Was ist / war kino.to überhaupt?

Kino.to war eine Internet Seite, auf der man sich kostenfrei die neusten Filme anschauen und runterladen konnte.
Natürlich waren nicht nur die neusten Kino Filme zur Ansicht, sondern auch bereits ältere Filme in der Datenbank auffindbar.
Über eine Million Filme befanden sich in dieser Datenbank.
Nach langen bestehen wurde die Seite gesperrt und einige Betreiber der Seite wurden festgenommen.
Die Polizei brachte ein Großaufgebot und nahm einige Betreiber wie erwähnt fest, mit der Gesetzesgrundlage das die Betreiber eine kriminelle Vereinigung sei und gegen das Urheberrecht Verstoße.
Wie diese Filme und Verlinkungen allerdings auf der Internetseite entstanden wurde bis heute auch polizeilich nicht geklärt.
Laut den Ermittlungen war die Seite soweit bekannt, dass in etwa vier Millionen User diese Seite regelmäßig besuchten um sich dort die neusten und auch älteren Filme anzusehen und runterzuladen.
Die Seite war und ist nun gesperrt, doch die Betreiber lassen sich in diesem Sinne nicht aufhalten und haben mit einem anderen Logo und einer neuen Adresse die Seite wieder neu veröffentlicht.

Heute nennt sich die Seite kinox.to, die aber wie erwähnt von den Gleichen bzw. mindestens einem Teil der Gleichen Betreiber wieder öffentlich ist.

Was bietet die Seite kinox.to?

Seitlich findet man eine Navigationsleiste, welche schon von Anfang an anzeigt wie viele Filme und Serien sich dahinter verbergen.
Denn man kann hier nicht nur die neusten Kinofilme finden, sondern auch diverse Serien, Dokus und ältere Filme.
Um diese Schnell und einfach zu erreichen kann man direkt über Navigationsleiste dort hin gelangen.
Ansonsten sieht man direkt auf der Startseite die neusten Filme, tagesaktuell oder eben weiter unten die Filme, die im Laufe der Woche gestartet sind, natürlich mit Datum.
Vor dem Film Namen befindet sich immer die Länderflagge, damit auch direkt darüber informiert ist, welche Sprache der Film hat.
Auch die Formate in denen der Film eingestellt wurde ist auf den ersten Blick ersichtlich und wenn ein Ranking stattgefunden hat, kann man auch dieses auf den ersten Blick erkennen.

Die Betreiber weisen außerdem direkt auf der Startseite darauf hin, dass persönliche Daten nicht gespeichert werden und vor allem nicht an dritte weiter gegeben werden.
Dieses soll aber bereits auf der Kino.to Seite so gewesen sein.

Zur Auswahl neben den ganzen Filmen bekommt man auch einen Index geboten welcher sich aufteilt in einen Index für die Regie und die Schauspieler.
Also man kann sich dadurch auch noch weites gehens erkundigen.

Polizei und auch Staatsanwaltschaft wissen um das Bestehen der Seite, doch sind sie sich derzeit nicht so sicher, ob die Betreiber tatsächlich gegen das Urheberrecht verstoßen.

Testbericht: Kopfhörer AKG Acoustics K 518

Donnerstag, 7. Juli 2011

Wer einen robusten Kopfhörer mit guten Klangeigenschaften sucht sollte sich mal den AKG Acoustics K 518 genauer ansehen. Der Kopfhörer bietet gute Klangeigenschaften, allerdings sind die Sitzeigenschaften nicht so komfortabel. Der AKG Acoustics drückt leider ein bisschen zu stark. Dafür liegt der Kopfhörer fest an, so das ein Verrutschen kaum möglich ist. Die Ohrmuscheln sind sehr flexibel und beweglich was auch zu einer positiven Aufwertung des AKG Acoustics K 518 führt. Überzeugt hat er in seinem Preis-Leistungs-Verhältniss. Man muss schon lange suchen, um für den Preis ein Gerät mit diesen sehr guten Klangeigenschaften zu bekommen.
Als Discjockey hat man seine wahre Freude an dem Kopfhörer. Der große Bewegungsradius der einzelnen Komponenten sticht positiv hervor. Er ist robust, und die gute Belastbarkeit wirkt sich positiv aus. So kann man den Kopfhörer unbeschwert und sorglos im Reisegepäck mitführen, ohne Angst zu haben, dass er gleich kaputt geht. Man braucht ihn sprichwörtlich nicht wie ein rohes Ei zu behandeln, und er hält locker den Alltagsstress aus.
Mit satten Bässen und einem voluminösen Klang kann der AKG Acoustics K 518 nur so strotzen. Auch die Lautstärke ist an der Hörmuschel separat einstellbar. Dank des 2m langen Kabels bietet das Gerät eine ausreichende Reichweite.
Musikfreunde aller Art und DJs können gefahrlos zugreifen. Satter Sound und Stabilität zeichnen den Kopfhörer aus. Durch die sehr gute Abschirmung bekommt man vom Außenlärm nichts mit. Das Gerät kann auch gefahrlos belastet werden. Das einzige Manko ist der etwas zu starke Druck, was allerdings auch Gefühlssache ist. Als zusätzlicher Bonus liegt eine Kunststofftasche der Verpackung bei. Für den angebotenen Preis von ca. 40 bis 50 Euro bekommt man einen Kopfhörer der eine gute Note im Preis Leistungs Niveau verdient hat. Ob am PC, Mac oder Mischpult, das Gerät überzeugt in allen Bereichen. Ich würde den Kopfhörer AKG Acoustics K 518 sofort wieder kaufen.

Baidu und Bing – Schulterschluss gegen Google

Mittwoch, 6. Juli 2011

Microsoft gibt Gas. Um die internationale Vormachtstellung von Google im Suchmaschinenbereich zu brechen, wird jetzt kräftig investiert. „Bing“, das Suchportal von Microsoft, soll aufgewertet werden. Mit „Streetside“ ist eine dem Google System „Streetview“ ähnliche Anwendung für „Bing Maps“ zur Betrachtung ganzer Straßenzüge in Arbeit. Kamerawagen durchqueren dafür bereits internationale Metropolen. Microsoft traut sich zu, dass sein Dienst noch präziser und benutzerfreundlicher sein wird, als alle bisherigen Verfahren. Bevor es in Deutschland losgeht, müssen aber die Hürden des Datenschutzes und die Einspruchsmöglichkeiten Betroffener abgeklärt werden.

 

Doch das ist längst noch nicht alles. Ein weiterer strategischer Schritt zur Stärkung von „Bing“ liegt in der Zusammenarbeit mit „Baidu“. Baidu hat im Reich der Mitte eine ähnliche Bedeutung erlangt, die man sie im Westen Google zumisst und gilt als Marktführer mit einem Anteil von schätzungsweise fünfundsiebzig bis achtzig Prozent. An der Börse vervierfachte sich der Wert des  Unternehmens in den letzten zwei Jahren. Baidu hat nun angekündigt, für englischsprachige Suchbegriffe in Zukunft grundsätzlich auf Bing zurückzugreifen. Damit gelingt Microsoft ein wichtiger Schritt in eine der größten und wichtigsten Regionen mit stark wachsenden Nutzerzahlen. Bereits heute werden täglich etwas zehn Millionen englischsprachige Suchläufe auf Baidu durchgeführt. Schon fast eine halbe Milliarde Chinesen nutzen das Internet.

 

Angesichts dieser bereits vorhandenen Volumina braucht es eine optimal aufeinander abgestimmte Infrastruktur, damit beide Dienste gut zusammenarbeiten. Nach Angaben des „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ dauert es mindestens bis zum Jahresende, bis die technischen Voraussetzungen geschaffen und harmonisiert sind. Denn eins ist klar: Die Sache kann nur zum Erfolg werden, wenn der Suchvorgang blitzschnell erfolgt. Nichts hassen die User so sehr, wie Wartezeiten. Analysten rechnen damit, dass vor allem Baidu von dem Deal finanziell profitieren wird, da das für Suchmaschinen wichtige Werbegeschäft vorwiegend in deren Händen bleibt.

 

Möglich ist, dass Suchergebnisse, die von Baidu bei Bing aufgerufen werden, einen Filter durchlaufen müssen, um der chinesischen Zensur gerecht zu werden. So ist zu vermuten, dass zu Themen wie „Free Tibet“, auch in Zukunft keine Suchergebnisse auf chinesischen Bildschirmen erscheinen werden. Googles Marktstellung in China hatte wegen Auseinandersetzungen um die Zensur in den letzten Monaten starke Einbußen hinnehmen müssen und sank auf einen Anteil von rund 20 Prozent. Das Unternehmen hat, aufgrund der bereits mit den Behörden gemachten Erfahrungen, in Erwägung gezogen, sich aus China ganz zurückzuziehen. Durch eine Verlagerung nach Hongkong sucht man Auflagen zu umgehen, denn dort herrscht keine Zensur.

 

Die Frage, wie wichtig die Präsenz auf allen globalen Märkten sei, auch wenn man dafür Menschenrechtsverletzungen in Kauf nehmen müsse, ist in der Branche hart umstritten. Auch bei Facebook diskutiert man intensiv die Frage, ob eine Anbindung chinesischer Nutzer unter den Voraussetzungen der dortigen Aufsichtsbehörden vertretbar ist.

Google Chromebook – Ohne Wolke fehlt ihm was

Samstag, 25. Juni 2011

Cloud Computing, das Arbeiten in der „Wolke“ soll, so prognostizieren manche Experten, Schule machen. Dabei liegt die Software im Web. Der Computer selbst, stellt nur noch die Online-Verbindung her, ohne über eigene Anwendungen zu verfügen. Der Vorteil: Alles ist stets auf dem neuesten Stand, niemand muss sich mehr um Updates sorgen.

 

So ein Chromebook ist blitzschnell betriebsbereit. Hochfahren ist Sekundensache, kein Wunder, denn außer der Online-Verbindung muss nicht viel geladen werden. Die ist aber auch dringend nötig, denn netzunabhängig ist ein Chromebook zu kaum etwas in der Lage. Schon Text- oder Bildbearbeitung funktionieren nur, solange man am Netz hängt. Das Betriebssystem Chrome OS ist ganz darauf ausgelegt, die nötigen Verbindungen zu Cloud-Anwendungen herzustellen. Das bedeutet auch, dass Speicherungen auf Google-Servern vorgesehen sind. Das könnte zwar sicherer sein, als auf dem eigenen Rechner, da damit potenzieller Virenbefall ausgeschlossen sein soll. Doch das Gefühl, nicht mehr vollkommener Herr seiner auf der Festplatte „materialisierten“ Daten zu sein, ist doch recht gewöhnungsbedürftig. Weiteres Problem: Der Nutzer ist ganz auf die von Google in der Cloud angebotenen Programme angewiesen. So wird zur Bildbearbeitung beispielsweise das Programm „Picasa“ eingesetzt, als Browser kommt nur „Chrome“ in Frage, ganz gleich, ob man das nun gewohnt ist oder nicht.

 

Das erste, gemeinsam mit Samsung entwickelte und angebotene Gerät, liegt bei einer 12-Zoll Bildschirmdiagonale irgendwo zwischen Notebook und Netbook. Das Gewicht ist gering, kein Wunder, denn das Innenleben kann auf ein Minimum beschränkt werden. WLAN ist obligatorisch, denn ohne Netz geht eben nichts. Im Grunde muss aber auch der optionale UMTS-Zugang mit geordert werden, denn wer hat schon ständig WLAN-Spots in der Nähe? Möglicherweise ist der UMTS-Betrieb aber an bestimmte Mobilfunkanbieter gebunden, mit denen Google vorab entsprechende Verträge geschlossen hat. Die Akku-Laufzeit dürfte, verglichen mit konventionellen Systemen, profitieren, denn je geringer die interne Arbeitsleistung, um so geringer wird der Stromverbrauch sein.

 

Äußerlich ist das Gerät konventionellen Netbooks sehr ähnlich. Basis ist ein Intel Atom N570 Prozessor, der Arbeitsspeicher hat 2 GB. Zur Ausrüstung gehören Mikrofon und Webcam (in der Version H02DE), um in Verbindung bleiben zu können, ferner 2 USB 2.0-Anschlüsse und ein Speicherkartensteckplatz. Wenn Anwendungsprogramme und eigene Daten weitgehend nur noch in der Cloud liegen, kann die interne Speicherkapazität naturgemäß auf ein Minimum – 16 GB SSD – beschränkt werden. Auch die Kühlung dürfte kleiner dimensioniert sein, „gedacht“ und „gemacht“ wird schließlich überwiegend auswärts. Angesichts dessen, wundert es um so mehr, dass dieser vergleichsweise deutlich abgespeckte Kandidat dennoch so viel kostet, als sei er ein „Selbstdenker“. Erste Veröffentlichungen nannten Preise von 429 bis 499 US$, alternativ eine Miete von 28 Dollar monatlich.

 

Bei Amazon kann jetzt vorbestellt werden. Zwei Modelle stehen zur Auswahl, das Samsung XE500C21-A03DE zum Preis von 399, lieferbar ab 1. Juli 2011 und das Samsung XE500C21-H02DE für 449 Euro, lieferbar ab 10. Juli 2011. Ob die Sache ein Erfolg wird, ist angesichts dieser Preise mehr als fraglich. Denn hier zahlt man vergleichsweise mehr für einen Computer, der vieles nicht mehr selbst kann, dafür aber von Googles Cloud abhängig macht. Einen entscheidenden Vorteil hat die Cloud-Technologie allerdings: Zukünftige Verbesserungen finden im Netz statt, niemals Gerät. So gesehen ist ein Veralten im herkömmlichen Sinn ausgeschlossen. Theoretisch müsste also ein Chromebook auch nach vielen Jahren noch auf dem neuesten Stand sein, sofern der Akku durchhält. Auch von Acer wird demnächst ein ähnliches Gerät mit dem Chrome OS Betriebssystem erwartet.

ICANN gestattet individuelle Domain-Endungen

Montag, 20. Juni 2011

ICANN, dieses Kürzel steht für die Dach-Organisation, die für die weltweiten Web-Adressen, die so genannten Domains, zuständig ist. Ginge es nach rein technischen Gesichtspunkten, so müsste man für jede gewünschte Adresse (URL) eine Ziffernkombination eingeben. Jeder aufgerufenen Domain entspricht nämlich eine IP-Adresse, die in in Ziffern ausgedrückt wird. IP steht für Internet Protocol. Solche Adressen wären, ähnlich wie Telefonnummern, nur schwer zu merken. Deshalb sind Techniker auf die hilfreiche Idee gekommen, ein System aufzubauen, mit dem jeder IP-Adresse auch ein Name zugeordnet werden kann. Das besorgt das „Domain Name System“ (DNS). Seine Datenbanken speichern rund um den Globus, welche Buchstabenfolge zu welcher IP-Adresse gehört, damit jede Website blitzschnell aufgerufen werden kann. Wann immer wir einen Begriff in die Adresszeile des Browsers eingeben, „übersetzt“ DNS die Eingabe zunächst in die richtige Zahlenfolge.Wer also notebook.org aufruft, der möchte eigentlich mit 85.236.48.13 verbunden werden. Das muss aber niemand wissen, denn das besorgt das DNS automatisch

Damit es in diesem System kein Kuddelmuddel gibt, wird peinlichst darauf geachtet, dass ein Domainname pro Endung nur einmal vorkommt. Sonst würde im Netz bald ein heilloses Durcheinander herrschen. Bei den Endungen (Kenner sprechen von Top Level Domain, kurz:TLD) gibt es zwei Hauptgruppen. Da sind einerseits die Country Codes (ccTLD), die viel verwendet werden, wie „.de“ (Deutschland), „.ch“(Schweiz) oder „.at“(Österreich). Daneben gibt es auch die funktionalen Endungen (gTLD).  Bekanntestes Beispiel ist „.com“(Commercial), aber auch „.org“(Organisation) oder „.net“(Netzwerk) findet man recht häufig.

Jetzt hat ICANN auf einer Verwaltungsratssitzung in Singapur die Anmeldung neuer Domain-Endungen genehmigt. Theoretisch kann damit statt „.de“ zukünftig „.meier“ oder „.schulze“ hinten stehen. Grundsätzlich ist damit der Weg frei, um ab 2012 jede denkbare TLD zu reservieren. Doch nicht zu früh gefreut: Die Sache hat ihren Preis. Und der ist nicht von Pappe! 185.000 US$ soll eine Registrierung kosten. Das überlegt man sich zweimal.

Prinzipiell sind der Phantasie schon dadurch Grenzen gesetzt, dass sich nicht einfach jeder jede gewünschte Endung zulegen kann. Wer also darauf spekuliert, sich beispielsweise die Endung „.daimler“ schützen zu lassen, wird vom sogenannten “Rights Protection Mechanism” ausgebremst, der Rechte- und Markeninhaber davor schützt, dass ihre geschützten Begriffe von anderen vereinnahmt werden. Außerdem sollen nur Firmen von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen können.

Fraglich bleibt allerdings, ob es für etablierte Unternehmen überhaupt Sinn macht, ihre gesamte Web-Präsenz umzustrukturieren. Ihre Domains haben sich in der Regel bereits gut eingeprägt, sind weltweit gut verlinkt und werden bestens gefunden. Oft sind gerade dafür erhebliche Mittel zur Optimierung investiert worden. Ein starke Position, die man nicht leichtfertig über Nacht um eines optischen Effektes willen aufs Spiel setzen wird.

Grundsätzlich wird der Hype um neue TLD’s meist völlig überschätzt. Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Ergänzungen, die oft nur nur zögerlich, wenn überhaupt, angenommen wurden. So entstanden „.biz“, „.eu“ oder „.info“, die man immerhin gelegentlich sieht. Aber daneben gibt es auch echte Exoten wie „.jobs“, „.mobi“, „.cat“, „.tel“ oder „.aero“ von denen, außer sehr aktiven Domainern, niemand wirklich Notiz genommen hat.

Google-Algorithmus „Panda“ stuft die Suchergebnisse neu ein

Dienstag, 14. Juni 2011

Google „Panda“, so wie die niedlichen Bären aus China, heißt der neue Algorithmus, mit dem Google das Ranking der Suchergebnisse verbessern will. Für englischsprachigen Content ist Panda schon seit dem ersten Quartal im Einsatz. Demnächst sollen auch deutschsprachige Web-Inhalte mit Panda’s Hilfe „durchgesiebt“ werden. Der Name „Panda“ wurde offenbar in Anlehnung an einen seiner Entwickler gewählt.

 

Erklärtes Ziel ist es, Inhalte mit geringem Informationswert herabzustufen, ein Schritt hin zu mehr Qualität. So genannte „Billiginhalte“ sollen demnach künftig bei den Suchergebnissen weiter hinten angezeigt werden. Verlierer sind Seiten, die nur um der Werbeklicks willen, weitgehend nutzloses Zeug publizieren. Englischsprachige Pages, auf die das zutrifft, haben zum Teil drastisch an Traffic eingebüßt.

 

Damit reagiert Google auf die Zunahme des so genannten „Farming“. Content Farmer versuchen mit weitgehend substanzlosen Texten Besucher auf ihre Seiten zu locken. Allein in der Absicht, dass möglichst viele davon auf Werbeeinblendungen klicken mögen,  an denen der Betreiber einer solchen Klickfarm verdient. Mit der bisherigen Art des Suchverlaufes und der Möglichkeit, umfangreiche Werbeeinblendungen in die Seiten zu integrieren, hat Google die Geister selbst gerufen, die es jetzt zu vertreiben gilt. Allzu einfach war es, mit simpelsten Pages nach Feierabend Geld zu verdienen.

 

Viele Content-Farmen hatten anfangs nicht einmal zusammenhängende Texte auf ihren Seiten. Sie setzten einst lediglich darauf, dass eine unstrukturiert zusammengewürfelte Sammlung von Stichworten, so genannte Keywords, völlig ausreichte, um von Suchmaschinen gefunden zu werden. Da konnte es dann schon einmal passieren, dass beispielsweise auf einer Hundedomain lediglich einzelne Begriffe wie „Leine, Gassi, Leckerli…usw.“ zu lesen waren. Ohne jeglichen inhaltlichen Kontext. Das hat Google längst erkannt und bei vorherigen Algorithmen-Anpassungen darauf reagiert.

 

Doch jetzt geht es auch ganzen Texten an den Kragen, die allzu anspruchslos „zusammengestrickt“ sind. Die Effekte werden von Insidern als erheblich bezeichnet. Alles hängt heute davon ab, im Internet von vielen entdeckt zu werden. Eine ganze Branche befasst sich mittlerweile mit der Findbarkeit von Domains und deren Inhalten. So ist ein Berufszweig entstanden, den es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Die SEO’s, das ist die Abkürzung für „Search Engine Optimization“, sind gesuchte und hoch bezahlte Leute, deren Wissen sich ständig erneuern und erweitern muss. Ihr Job ist es, jegliche Modifikationen des Algorithmus blitzschnell zu adaptieren.

 

Doch mit technischer Optimierung ist es jetzt nicht mehr getan. Wer schon bisher auf Qualität gesetzt und sich die Mühe gemacht hat, Inhalte von echtem Informationsgehalt ins Netz zu stellen, profitiert. Viele Farmer hatten hingegen ihre Domains mit weitgehend nutzlosem Textbrei nach rein quantitativen Gesichtspunkten gefüllt. So etwas kann man nicht über Nacht optimieren. Auch nicht mit einigen zusätzlichen Backlinks unter Freunden.

 

Qualität statt Quantität, das bekommt man nicht geschenkt. Und auch nicht zu Schleuderpreisen aus dem Ausland. In Indien waren beispielsweise in den vergangenen Jahren etliche Textbüros entstanden, die Beiträge minderer Qualität in hoher Menge für auffallend wenig Geld ausspuckten. Da wurde geschrieben, was das Zeug hält, um möglichst viele Suchbegriffe in kurzer Zeit ins Netz zu stellen. Mit dem Erfolg, dass man bei der Suche auf Seiten landet, die wenig Hilfreiches zum Thema bieten, dafür aber Schlüsselbegriffe auffallend gehäuft wiederholen und im Gesamtauftritt lieblos gemacht wirken. Solche Seiten kann Google erkennen. Nämlich an der geringen Verweildauer. Die Besucher sind auffallend schnell wieder weg, denn hier finden sie weder, was sie gesucht haben, noch ist der Inhalt von sonstigem Interesse.
Klar, das Internet wird dafür gelobt, dass es demokratisch ist, weil jeder, ohne Rücksicht auf Rang und Stellung, Informationen hineinstellen und auch erhalten kann. Daran soll sich auch nichts ändern. Doch um brauchbares Material bereitzustellen, sollte man schon ein wenig Ahnung vom Thema oder zumindest etwas Liebe zur behandelten Sache erkennen lassen. Dass man dafür gleich Journalist werden müsste, davon ist weiterhin keine Rede.
Fachleute prognostizieren, dass Panda für Content-Farmen erhebliche Einbußen bringen wird. Nach amerikanischen und britischen Erfahrungen wurde hochgerechnet, dass sich mancherorts der Traffic um die Hälfe, teils sogar noch drastischer, reduzieren könnte. Fieberhaft eingeleitete Qualitätsoffensiven sollen dafür sorgen, dass der erste Suchlauf nach den neuen Panda-Kriterien nicht im Desaster endet. Traditionelle Qualitätsanbieter, wie beispielsweise die Online-Auftritte der Tageszeitungen, lehnen sich entspannt zurück. Sie rechnen eher mit einer Hochstufung.

 

Kino.to: Ermittler verhaften mutmaßliche Betreiber von Raubkopie-Seite

Freitag, 10. Juni 2011
Hamburg – Am frühen Dienstagmorgen haben zeitgleich in Deutschland, Spanien, Holland und Frankreich mehr als 20 Razzien statt gefunden, die auf die Betreiber und Hintermänner des Streaming-Portals “Kino.to” abgezielt haben.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung, kurz “GVU”, teilte mit, dass deutschlandweit mehr als 250 Polizisten und Ermittler im Einsatz waren. Die GVU habe laut eigenen Angaben, nach jahrelangen Vorermittlungen, bereits Mitte April Strafanzeige gestellt.
Die Aktion war ein voller Erfolg. Die Ermittler der integrierten Ermittlungseinheit Sachsen, die den internationalen Einsatz koordinierten, konnten am Ende einen stolzen Erfolg vorweisen: Insgesamt wurden 14 Haftbefehle ausgestellt, 13 in Deutschland und einer in Spanien. Nach einer weiteren Person werde bisher noch gefahndet.
Laut Angaben aus Ermittlerkreisen, habe die Website täglich mehr als 4 Millionen Zugriffe verzeichnen können. Die Betreiber hätten durch Werbebanner und kostenpflichtige Premium-Zugänge Gewinne in Millionenhöhe erzielt. Wie bei den Ermittlungen ans Tageslicht kam, hätten die Betreiber der Website die Dienste, über die das Streaming lief, teilweise extra für diesen Zweck selbst gegründet.
Bei der Staatsanwaltschaft Dresden wird nun in über 1 Million Fälle ermittelt, der Grund: Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von Urheberrechtsverletzungen.
Öffnet man jetzt die Website, so erscheint ein Hinweis der Kriminalpolizei, dass Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerke hergestellt oder vertrieben haben, mit strafrechtlichen Verfolgungen rechnen müssen.
Nach Experteneinschätzungen zu Folge brauchen sich die Nutzer der kostenlosen Streams aber keine allzu großen Sorgen zu machen, denn laut Recht sind Streams, bei denen keine Kopie auf der eignen Festplatte erstellt wird, nicht rechtswidrig. Der reine Konsum von Streams ist nicht illegal, lediglich das Bereitstellen und Anbieten der Filme ist verboten. Doch speziell in diesem Fall kommt für die Ermittler noch erschwerend hinzu, dass “Kino.to” den Usern der Website garantierte keine persönlichen Daten oder Logdaten zu speichern.
In den USA wird jetzt derzeit diskutiert, das Streamen von rechtlich geschützen Weken mit illegalen Downloads gleich zu stellen. Aktuell ist das Streamen solcher Filme in den USA nur eine Ordnungswidrigkeit. Experten beklagen nun, dass die Gesetze sich bisher zu sehr auf die Vervielfältigung und den Vertreib solcher Werke konzentrieren würden und nicht auf das Streamen an und für sich.
Alle die kino.to vermissen, können ja mal “Alternativen zu kino.to” googlen. icon wink Kino.to: Ermittler verhaften mutmaßliche Betreiber von Raubkopie Seite